Das Leben ist schön

Bauzeit und Budget eingehalten – mit der Unterstützung vieler Helferinnen und Helfer aus den DRK Kliniken Berlin und der DRK-Schwesternschaft Berlin ist das Hospiz Köpenick am 26. April feierlich eröffnet worden. 

Die erfolgreiche Verwirklichung des Hospizgedankens ist nie einfach geblieben: Vorgaben müssen erfüllt sein, die nicht nur die Finanzierung betreffen. Für ein solches Projekt bedarf es geeigneter Räumlichkeiten, aber vor allem fachlich geschulter Betreuer mit hoher sozialer Kompetenz. Genau das bieten wir nun hier in Köpenick: Es ist die erste Einrichtung dieser Art überhaupt im Stadtbezirk. Die DRK-Schwesternschaft Berlin als alleiniger Gesellschafter der DRK Kliniken Berlin hat das Projekt nicht nur mit finanziellen Mitteln unterstützt.

Doreen Fuhr, Oberin der DRK-Schwesternschaft Berlin

Gemeinsame Agenda
„Ich möchte die Gelegenheit nutzen und denen meinen Dank aussprechen, die sich so sehr für dieses besondere Projekt engagiert haben und an dieser Stelle vor allem Herrn Professor Kahl für seine nie nachlassende Beharrlichkeit und seine große Hingabe loben. Dass die DRK Kliniken Berlin nun erstmals eine institutionalisierte Form der Sterbebegleitung
anbieten, das ist maßgeblich auch Ihr Verdienst, dafür haben Sie so leidenschaftlich gekämpft: Herr Professor Kahl, im Namen der DRK-Schwesternschaft Berlin und der Geschäftsführung danke ich Ihnen, dass das Projekt Hospiz für Köpenick unentwegt auf unserer gemeinsamen Agenda gestanden hat – und weiterhin stehen wird, das verspreche ich Ihnen.“

Doreen Fuhr, Oberin der DRK-Schwesternschaft Berlin, sprach ihren Dank sichtlich bewegt aus, denn die Eröffnung des ersten Hospizes der Region war in der Tat etwas Besonderes. Natürlich waren Verantwortliche, Förderer, Mitarbeitende, Bauleute und Handwerker froh über einen pünktlichen Bauabschluss – in Berlin keine Selbstverständlichkeit – dennoch ging es um mehr als ein erfolgreich errichtetes Gebäude. 

Sterben in das Leben einbinden
Das Sterben in das Leben einbinden, ist für uns Rotkreuz-Schwestern Teil unserer Tradition und unserer Vereinsgeschichte“, betonte Oberin Fuhr in ihrer bewegenden Rede. Und: „Da spielt auch viel die christliche Grundhaltung eine Rolle, die die Ausrichtung der Rotkreuz-Schwesternschaften gerade in den Anfangsjahren sehr geprägt hat – natürlich immer in Abstimmung mit dem Wertekanon des Roten Kreuzes.“

Gleichzeitig betonte sie, dass für die moderne Hospizbewegung noch viel getan werden müsse. Die Oberin ist überzeugt: „
Kein Mensch darf auf seinem letzten Weg allein gelassen werden. Allen Menschen helfen, das ist ein Grundgedanke unserer DRK-Schwesternschaft Berlin. Und den können wir mit dem neuen Versorgungsangebot, mit unserem Hospiz Köpenick, jetzt noch besser erfüllen.“

Hospizgedanke mit Leben füllen
Der Initiator des Hospizes und des Fördervereins beneficio e. V., Professor Dr. Stefan Kahl, moderierte durch den festlichen Nachmittag, an dem Geschäftsführer Dr. Christian Friese, Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) und Festredner Martin-Michael Passauer den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr herausragendes Engagement dankten. Aber auch dafür, dass der Hospizgedanke in der Region mit neuem Leben gefüllt und in achtsamer Weise in die Öffentlichkeit getragen wird.

Architekt Dr. Alexander Gyalokay wünschte sich während der feierlichen Schlüsselübergabe, das Hospiz möge auch ein offenes Haus des Lebens werden. Denn das Leben ist schön – wir sollten das nicht vergessen.

Text: Anouk Yandoh
Abbildung oben: Gästezimmer im Hospiz Köpenick

Fotos: Uwe Baumann

Eröffnung des Hospizes Köpenick: DRK Kliniken Berlin | Köpenick
Hospiz Köpenick im Internet: www.hospiz-koepenick.de