Surinam entdecken

„Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ – Das ist der Leitsatz für den Weltgebetstag, der am Freitag, dem 2. März, in über 100 Ländern weltweit gefeiert wird. Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche – alle sind herzlich eingeladen ins Gemeindehaus, Eichbergstraße 18, Wilhelmshagen.

Wieder einmal bietet der Weltgebetstag, wie in jedem Jahr am 1. Freitag im März, Gelegenheit, ein kleines, weitgehend unbekanntes Land auf unserem Globus etwas näher kennenzulernen und wahrzunehmen, dass dort Christinnen und Christen leben, die auf ihre ganz eigene Weise beten und Gottesdienst feiern.

Surinam? Wo liegt das denn? Das kleinste Land Südamerikas ist so selten in den Schlagzeilen, dass viele Menschen nicht einmal wissen, auf welchem Kontinent es sich befindet. Doch es lohnt sich, Surinam zu entdecken: Auf einer Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland vereint das Land afrikanische und niederländische, kreolische und indische, chinesische und javanische Einflüsse. Surinam liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana.

Dank seines subtropischen Klimas ist eine vielfältige Flora und Fauna entstanden. Rund 90 Prozent Surinams bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Küstennähe, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Paramaribo. Mit seinen rund 540.000 Einwohnern und Einwohnerinnen ist Surinam ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel.

Doch das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam ist zunehmend gefährdet. Die Wirtschaft des Landes ist extrem abhängig vom Export der Rohstoffe. Schwanken die Preise auf dem Weltmarkt, so trifft dies den surinamischen Haushalt empfindlich. Das einst gut ausgebaute Sozialsystem ist mittlerweile kaum noch finanzierbar.

Während der massive Rohstoffabbau die einzigartige Natur Surinams zerstört, fehlt es in Politik und Gesellschaft des erst 1975 unabhängig gewordenen Landes an nachhaltigen Ideen für Alternativen. Dass das Gleichgewicht in Surinams Gesellschaft aus den Fugen gerät, wird besonders für Frauen und Mädchen zum Problem.

Die Vielfalt Surinams findet sich im Gottesdienst zum Weltgebetstag 2018 wieder: Frauen unterschiedlicher Ethnien erzählen aus ihrem Alltag. In Surinam, wohin Missionare einst den christlichen Glauben brachten, ist heute fast die Hälfte der Bevölkerung christlich. Neben der römisch-katholischen Kirche spielt vor allem die Herrnhuter Brüdergemeine (kein Schreibfehler – wird tatsächlich Brüdergemeine geschrieben, Anm. d. Redaktion) eine bedeutende Rolle. An der Liturgie zum Weltgebetstag haben Vertreterinnen aus fünf christlichen Konfessionen mitgewirkt.

Mit Kollekten und Spenden zum Weltgebetstag 2018 fördert das deutsche Weltgebetstagskomitee das Engagement seiner weltweiten Projektpartnerinnen. Dazu zählt auch die Frauenarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine in Surinam.

„Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ – Das ist der Leitsatz für den Gottesdienst, der am Freitag, dem 2. März, in über 100 Ländern weltweit gefeiert wird. Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche – alle sind herzlich eingeladen!