Raum für alle – unsere Kirche am Markt

Die Friedrichshagener Christophoruskirche – gewissermaßen der Mittelpunkt des Stadtteils – wird umgebaut.

Raum für alle – unsere Kirche am Markt

Die Christophoruskirche ist der zentrale und prägende Kirchbau von Berlin-Friedrichshagen. Sie ist das Zentrum des Gemeindelebens der evangelischen Kirchengemeinde, wurde im Rahmen des Kirchenbauprogramms unter der Schirmherrschaft von Kaiserin Auguste Victoria errichtet und am 14. Juni 1903 geweiht. Unübersehbar steht sie direkt am Friedrichshagener Marktplatz: ein freistehendes und ortsbildprägendes Kirchengebäude im neogotischen Baustil. Sie wirkt als Konzert-, Versammlungs- und Veranstaltungsort in die Kommunalgemeinde hinein sowie auch über deren Grenzen hinaus. Die Christophoruskirche ist lebendiger Mittelpunkt in Friedrichshagen und gleichzeitig ein offener Raum für Alle, die sich für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben einsetzen.

Im Jahr 1972 hatte ein Orkan die Kirche schwer beschädigt. Das Turmdach stürzte in das Kirchenschiff. Infolge der dringend notwendigen Baumaßnahmen wurde das gesamte Gemeindeleben vollständig unter dem Dach des Kirchengebäudes konzentriert. Durch Abtrennung von Räumen unter den Seitenemporen vom Mittelschiff wurden Gemeinde- und Büroräume geschaffen, die bis heute alle Funktionen eines Gemeindehauses übernehmen. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die letzte Sanierung des Kircheninneren. Seither fungiert die Kirche auch gleichzeitig als Gemeindehaus. Dies zog von Anfang viele Unzulänglichkeiten für die alltägliche Gemeindearbeit nach sich. Besonders die schwierige Parallelnutzung, jegliche fehlende Multifunktionalität und die räumliche Begrenztheit schränken viele gemeindliche Aktivitäten bis heute stark ein.

Sanierung und Umbau notwendig!

Aufgrund der intensiven Nutzung der Kirche sind die Einbauten in die Jahre gekommen. Der Sanierungsbedarf ist erheblich. Die Gemeinde will nun Bauschäden beseitigen, bauzeitliche Substanz behutsam freilegen und moderne Elemente einbauen, wodurch die angesprochenen Beschränkungen beseitigt und die multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten nachhaltig verbessert werden sollen. Der Gebäudenutzung durch die Kirchengemeinde sollen dadurch sowohl neue Impulse verschafft als auch den Ansprüchen der Ortsgemeinde besser begegnet werden. Am Ende soll die Kirche fit für die Zukunft sein: Bessere Nutzbarkeit durch Barrierefreiheit, Brandschutzoptimierung, eine funktionale Küche, eine akustische und visuelle Entkopplung der Räumlichkeiten für ungestörte Parallelnutzungen, moderne und effiziente Heiz- und Beleuchtungssysteme.

Unsere geplanten Maßnahmen:

  1. Einbau einer barrierefreien Toilette
  2. Zusammenlegung der bestehenden, unzureichenden kleinen Küche und der alten Sakristei zu einer für das Gemeindeleben nutzbaren Küche
  3. Schaffung eines neuen Sakristeiraums in der Altarkammer
  4. Einbau einer effizienteren Heizanlage
  5. Einbau einer Fußbodenheizung im Kirchraum, Erneuerung der Bodenbeläge
  6. Renovierung und Ertüchtigung der Gemeinderäume
  7. Renovierung und Ertüchtigung der Büroräume
  8. Einbau moderner Trennelemente Glas, Stauraummöbel) zwischen Gemeinde- bzw. Büroräumen und Kirchraum, die eine Parallelnutzung der Räumlichkeiten ermöglichen
  9. Einbau einer mobilen, komplett zu öffnenden Glas-Trennwand zwischen Kirchraum und Winterkirche/Gemeindesaal

Auf dieser Seite sehen Sie die schematischen Darstellungen des Architekturbüros Leibenatus Stockburger Wittayer Berlin und Teile der kleinen Broschur, mit der die Kirchengemeinde das Bauvorhaben beschrieben hat.